Kabel FAQ

In diesem Bereich greifen wir in Zukunft Ihre Fragen auf, um Sie allen zur Verfügung zu stellen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, mailen Sie uns einfach unter: info@seja-videostudio.de

  1. Sind teure Kabel wirklich so viel besser als die günstigen, die man überall angeboten kommt?

  2. Wie ist die Reihenfolge bzgl. der Qualität, der einzelnen Anschlüsse?

  3. Was muss ich bei Geräten mit HDCP, wenn ich sie digital verbinden will, beachten?

Antworten:

1.

Sind teure Kabel wirklich so viel besser als die günstigen, die man überall angeboten kommt?

 

Das kann man gerade in Bezug auf Inkompatibilitäten bei HDMI nicht mehr mit Gewissheit sagen. Besonders wenn es um größere Längen ab 10m geht, sollte man einen Händler aus der Umgebung fragen, ob man die Kabel auch testen kann. Von extrem günstigen Kabel kann man aber in der Regel abraten. Bei denen hat man meist keine gute Abschirmung und die Metallqualität läßt auch sehr zu wünschen übrig.

Wir haben in unserer Vorführung selber anfangs unseren Panasonic PT-AE500 Projektor über ein 10m DVI-Kabel, welches wir günstig über Ebay erworben haben, mit einem Yamakawa DVD-Player verbunden. Leider haben wir festgestellt, dass das nicht ganz unseren Wünschen entsprach.

So sollte das Hintergrundbild des Yamakawa aussehen: (Erzielt mit einem hochwertigen DVI-Kabel, welches wir später eingesetzt haben.)

Dies war aber leider das Ergebnis:

hier noch einmal in der vergrößerten Perspektive:

Das am Beamer ankommenden Signal war so zerstörrt, dass der Beamer sogar nach kurzer Zeit nicht mal mehr das Bild synchronisieren konnte (ist leicht in der Vergrößerung zu sehen).
Dieser Test kann gerne jedem, der Zweifel hat, vorgeführt werden. Sprechen Sie uns an.

Bei Digitalsignalen ist es wichtig, dass das Kabel bzw. der Draht, durch den das Signal geschickt wird, nicht nur eine geringe Dämpfung hat, sondern dass auch die Abschirmung gut ist. Sonst kann es zum Übersprechen von einer Leitung zu anderen kommen und die jeweiligen Informationen sind verfälscht.

Bei analogen Leitungen kommt es hingegen, durch z. B. einfallende Störungen und hohem Leitungsverlust zu verrauschten und kontrastarmen Bildern.

 

2.

Wie ist die Reihenfolge bzgl. der Qualität, der einzelnen Anschlüsse?

 

Die Qualität ist wie folgt (schlechteste zuerst):

  • Composite- bzw. FBAS-Kabel: hier wird das gesammte Signal in analoger Form mit Synchronimpulsen, Helligkeit und allen Farben zusammen auf eine Leitung geschickt. Diese Art ist zwar die einfachste und günstigste Lösung, aber auch mit Abstand die schlechteste. Deshalb bieten wir auch dieses Kabel in unserem Shop nicht mit an.
    Dieses Signal wird auch in allen Scartverbindungen mit übertragen.
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  • S-Video- bzw. S-VHS-Kabel: dieses Kabel ist fast ausschließlich mit Mini-DIN, auch Hosiden-, Anschlüssen verfügbar. Bei dieser Lösung wird das Helligkeits- und das Farbsignal analog getrennt übertragen. Der Vorteil hier ist, dass eine zu große Farb-Signalamplitude nicht Einfluß auf die Helligkeit nimmt.
    Dieses Signal wird auch in einigen Scartverbindungen mit übertragen (hängt von den angeschlossenen Geräten ab).
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  • Componenten-, YUV- oder RGB-Kabel: dies ist die beste analoge Möglichkeit, da hier das Signal in seinen Bestandteilen übertragen wird.
    Bei RGB werden alle drei Farben (Rot / Grün / Blau) separat übertragen.
    Bei YUV wird die Helligkeit (Y) und zwei Farbdifferenzsignale (U+V) übertragen. Die dritte noch fehlende Farbe wird im Emfangsgerät durch einen einfachen Rechenprozess wieder gewonnen.
    Bei einigen wenigen Anschlüssen, überwiegend im PC-Bereich sind noch ein oder zwei zusätzliche Leitungen für den Synchronimpuls (horizontal + vertikal) vorhanden.
    Dieses Signal wird auch in einigen Scartverbindungen mit übertragen (hängt von den angeschlossenen Geräten ab).
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  • HDMI- bzw. DVI-D-Kabel: hier wird das Signal digital übertragen. Es ist die momentan beste Übertragungsmöglichkeit mit den schärfsten und brillantesten Bildern.

 

3.

Was muss ich bei Geräten mit HDCP beachten?

 

HDCP ist ein Kopierschutz, der geschaffen wurde, um qualitativ hochwertige Kopien zu verhindern. Bei analogen Signalen spielt HDCP keine Rolle. Sobald man aber ein Wiedergabegerät, welches HDCP unterstützt, einsetzt und über ein HDMI- bzw. DVI-D-Kabel verbinden möchte, muss das angeschlossene Gerät ebenfalls über HDCP verfügen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Bildübertragung zerstörrt und man erhält nur verrauschte oder komplett schwarze Bilder.

Zudem wird bei einigen HDCP geschützten Programmen auch der YUV-Ausgang abgeschaltet. (Informationsquelle: Oehlbach-Kabel)